GSB 7.1 Standardlösung

Beiträge zur Bevölkerungswissenschaft, Band 52 • 21.06.2018Pendelmobilität und Familiengründung

Für die Erreichung beruflicher Ziele wird die Bereitschaft und Möglichkeit, größere Pendelstrecken zu überwinden, zunehmend wichtiger. Allerdings hat diese Entwicklung Folgen, etwa bei der Vereinbarkeit von beruflichen und familiären Zielen.

In diesem Zusammenhang widmet sich Dr. Thomas Skora in seiner Dissertation der Frage, ob sich durch die Geburt des ersten Kindes das Pendelverhalten von Frauen und Männern ändert. Zugleich betrachtet er aber auch die umgekehrte Richtung: Verschiebt sich die Familiengründung infolge intensiver Pendelmobilität? Gibt es Unterschiede im Verhalten von Frauen und Männern? Lassen sich unterschiedliche Verhaltensmuster in Ost- und Westdeutschland erkennen – etwa was die Frage der Rückkehr auf den Arbeitsplatz bei Müttern angeht, wenn sie intensiv pendeln müssen?

Dabei ergeben sich einige spannende Befunde. So wird gezeigt, dass bei den Frauen in Westdeutschland die Familiengründung mit einer deutlichen Reduktion ihrer Pendelentfernung einhergeht. Dagegen lässt sich für ostdeutsche Frauen kein nennenswerter Effekt der Familiengründung auf ihre Pendelmobilität feststellen.

Dr. Thomas Skora ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich „Migration und Mobilität“ am Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung.

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