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Neuer Forschungsdirektor am BiB • 06.07.2018Sebastian Klüsener leitet ab August den Forschungsbereich „Demografischer Wandel und Alterung“

Er tritt damit die Nachfolge von Dr. Evelyn Grünheid an, die nach 22 Jahren am Institut in den Ruhestand geht. Sebastian Klüsener war zuvor als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock tätig.

Seine Forschung beschäftigt sich vorrangig mit den Ursachen langfristiger demografischer Wandlungsprozesse wie der Alterung und der Sterblichkeits- und Geburtenentwicklung. Dabei liegt ein Fokus auf der Rolle von räumlicher Zentralität in diesen Prozessen.

Nach dem Studium der Geographie mit den Nebenfächern Volkswirtschaftslehre und Öffentliches Recht an der Universität Heidelberg promovierte Sebastian Klüsener an der Universität Freiburg im Fach Geographie. Dort beschäftigte er sich mit den Lebensgestaltungsstrategien von Schulabsolventen im ländlichen Raum der Ukraine. Am Max-Planck-Institut für demografische Forschung war er an zahlreichen internationalen Forschungsprojekten führend beteiligt. Hierzu zählten unter anderem vergleichende Studien über den Einfluss der Politik auf die Familiengründung und über Ursachen für Differenzen in der Langlebigkeitsrevolution zwischen Ländern und innerhalb einzelner Bevölkerungen.

„Der Forschungsbereich Demografischer Wandel und Alterung wird in den nächsten Jahren weiterhin einen besonderen Fokus auf die Alterung der geburtenstarken Jahrgänge legen, die in den 1950ern und 1960ern geboren wurden“, sagt Sebastian Klüsener. „Um den Übergang von den geburtenstarken auf die geburtenschwächeren nach 1970 geborenen Jahrgänge zu bewältigen, ohne die Zukunftsfähigkeit Deutschlands zu gefährden, muss es gelingen, die geburtenstarken Jahrgänge noch möglichst lange in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft einzubinden.“

Da die stark besetzten Jahrgänge in den nächsten Jahren auf das Rentenalter zusteuern, kommt auf die Bundesrepublik Deutschland eine „Jahrhundertaufgabe“ zu. Das BiB wird Politik, Gesellschaft und Wirtschaft mit Sachkompetenz bei diesem Prozess unterstützen. Hierbei kann das Institut auch auf eigene Datenerhebungen wie etwa die TOP-Studie zurückgreifen, welche sich mit dem Potenzial für eine aktive Beteiligung älterer Personen in Arbeitsmarkt, Gesellschaft und Familie beschäftigt.

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