GSB 7.1 Standardlösung

Internationale Forschungskooperation • 22.11.2018Wie wirkt sich Infertilität auf die Lebenszufriedenheit aus?

Die Soziologin Prof. Julia McQuillan von der University Nebraska-Lincoln hat die amerikanische Befragung zu Fertilitätshindernissen „National Survey of Fertility Barriers“ mit aufgebaut. Gemeinsam mit Dr. Jasmin Passet-Wittig und Dr. Martin Bujard vom BiB arbeitet sie zurzeit an der Frage, wie Fertilitätsprobleme die Lebenszufriedenheit von Frauen und Männern in Deutschland beeinflussen.

Während ihres einwöchigen Aufenthaltes am BiB stellte Julia McQuillan im Rahmen eines Forschungskolloquiums Ergebnisse aus ihren umfangreichen Analysen zur Infertilität vor.

Männer und Frauen erleben Infertilität anders

Bei der Untersuchung amerikanischer Paare fand die Wissenschaftlerin heraus, dass das Erleben von Infertilität Stress für die Betroffenen und auch für die Beziehung bedeutet. Dabei gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Fassen beide das Warten auf den Nachwuchs als Problem auf, fühlen Frauen trotzdem größeren Stress als ihre männlichen Partner. Obwohl ein „Paarproblem“, unterscheidet sich die Einstufung der Situation auf der individuellen Ebene.

Gemeinsames Projekt am BiB: Lebenszufriedenheit und Infertilität

Viele Paare in Deutschland haben einen Kinderwunsch, verschieben diesen aber in ein höheres Lebensalter. Mit steigendem Alter nimmt das Risiko von Fertilitätsproblemen zu. Die Zahl der Betroffenen steigt. Welche Auswirkungen hat die Wahrnehmung von Infertilität auf das persönliche Wohlbefinden? Anhand von Daten des deutschen Familienpanels (pairfam) werden die Auswirkungen von Infertilität auf die Lebenszufriedenheit untersucht.

Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass sowohl Männer als auch Frauen, die ein Fertilitätsproblem wahrnehmen mit ihrem Leben unzufriedener sind. Diese Unzufriedenheit könnte Auslöser sein, etwas zu unternehmen um die Situation zu ändern, beispielsweise indem medizinische Hilfe in Anspruch genommen wird.

Das internationale Projektteam umfasst neben Julia McQuillan, Jasmin Passet-Wittig und Martin Bujard auch Arthur L. Greil von der Alfred University in New York.

Forschung zu Kinderlosigkeit

Im internationalen Vergleich sind die Anteile kinderloser Frauen in Deutschland sehr hoch. Am BiB werden die Ursachen dieser Entwicklung erforscht, dabei auch ob dauerhafte Kinderlosigkeit gewollt oder ungewollt ist.

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