GSB 7.1 Standardlösung

Fertilität

Deutschland gehörte jahrzehntelang zu den Ländern mit dem niedrigsten Geburtenniveau. Mit 1,4 Kindern je Frau war jede Kindergeneration um fast ein Drittel kleiner als ihre Elterngeneration.

Im früheren Bundesgebiet schloss sich an das Geburtenhoch zwischen Mitte der 1950er und Mitte der 1960er Jahre bis etwa 1975 ein Geburtenrückgang an. Dieser war unter anderem Resultat eines erheblichen Wertewandels und fortschreitender Individualisierungsprozesse. Seit Mitte der 1970er Jahre bestand dann in Westdeutschland eine Niedrig-Fertilitätssituation. In den letzten Jahren ist ein leichter Anstieg der Geburtenziffern zu erkennen.

In der DDR sank das Geburtenniveau bis Mitte der 1970er Jahre ebenfalls stark ab. Der dann folgende Wiederanstieg war vor allem durch familienpolitische Maßnahmen verursacht, die zum Vorziehen beziehungsweise Nachholen von Geburten führten. Ein ausgeprägtes Geburtentief entstand nach der deutschen Wiedervereinigung. Seit der Mitte der 1990er Jahre steigt das Geburtenniveau in Ostdeutschland wieder kontinuierlich an.

Hinter ähnlichen durchschnittlichen Kinderzahlen ost- und westdeutscher Geburtsjahrgänge verbergen sich jedoch unterschiedliche Fertilitätsmuster. Die auffälligsten Unterschiede bestehen in einer hohen Kinderlosigkeit im Westen und in einer stärkeren Verbreitung der Ein-Kind-Familie im Osten. Auch beim Anteil nichtehelicher Geburten zeigen sich West-Ost-Unterschiede, im Osten werden deutlich mehr Kinder nichtehelich geboren als in Westdeutschland.

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