GSB 7.1 Standardlösung

Familienleitbilder in Deutschland (FLB)

Hauptuntersuchungsgegenstand der Studie sind in beiden Wellen familienbezogene Leitbilder. Innovativ bei der Gestaltung des Erhebungsinstrumentes ist vor allem die Erfassung von sowohl individuellen Leitbildern als auch von den wahrgenommenen kollektiven Leitbildern. Der Fragebogen umfasst verschiedene Themen aus den Bereichen Partnerschaft, Familie, Kinder und Elternschaft. Zudem wurden über reine soziodemografische Merkmale hinaus ausführliche Fragen zur Lebenssituation der Zielpersonen gestellt. Im Vorfeld der Hauptbefragung wurden verschiedene Voruntersuchungen durchgeführt, die bei der Entwicklung und Validierung des standardisierten Erhebungsinstrumentes behilflich waren.

Der Leitbildsurvey ist für zwei Wellen (1. Welle: 2012; 2. Welle: 2016) konzipiert. Zur Befragung hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung das Unternehmen TNS Infratest Sozialforschung beauftragt. Grundgesamtheit ist die Wohnbevölkerung Deutschlands im Alter von 20 bis 39 Jahren. Eine für diese Population repräsentative Stichprobe von 5.000 Personen wurde im Zeitraum vom 27. August bis zum 15. November 2012 mittels CATI-Verfahren („computer-assisted telephone interview“) erstmals telefonisch interviewt. Sie setzt sich, dem Dual-Frame-Ansatz folgend, aus n1=4.596 Zielpersonen auf Basis einer Festnetzstichprobe und n2=404 sogenannten „Mobile Only“-Zielpersonen zusammen, also aus Personen, die keinen Festnetzanschluss (mehr) besitzen und nur über ein Mobilfunktelefon zu erreichen sind. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die untersuchte Altersgruppe hoch mobil und daher schwerer zu erreichen ist.

In den danach folgenden Jahren (2013, 2014) wurden die Befragten erneut kontaktiert, um die Adressdatenbank zu aktualisieren und die Befragten zu motivieren, weiter an dem Projekt teilzunehmen. Wie schon zuvor waren die Ziele eine möglichst hohe Ausschöpfung der vorhandenen Telefonnummern und die Gewinnung weiterer Informationen (Alternativ-Nummern und korrekte E-Mail-Adressen). Letztere bieten die Möglichkeit, nicht mehr gültige Telefonnummern zu aktualisieren.

Aktuell werden die Daten beider Befragungszeitpunkte (2012 und 2016) ausgewertet. Der Datensatz zur ersten Welle liegt bereits bei GESIS für sozialwissenschaftliche Auswertungen vor (Studiennummer ZA6760).

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