GSB 7.1 Standardlösung

HerausgeberschaftenBevölkerungsforschung Aktuell 3/2017

Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (Hrsg.) (2017)

Neben der Information über aktuelle Aktivitäten des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung enthält das Heft folgende Beiträge:

„Hotel Mama“ oder Selbstständigkeit. Lebensformen junger Menschen in Deutschland

Im Jahr 2015 wohnten noch 34,3 Prozent aller 25-jährigen Männer und 21,9 Prozent aller gleichaltrigen Frauen in Deutschland als lediges Kind im Haushalt der Eltern. Damit hat sich beim Auszug der jungen Frauen aus dem Elternhaus im Vergleich zu 1991 nur wenig verändert. Dagegen fiel die Veränderung bei den jungen Männern deutlicher aus. Sie zogen 2015 weitaus früher aus dem Elternhaus aus als noch im Jahr 1991. Trotz dieses Wandels bleibt jedoch der Trend, dass junge Männer später von zuhause ausziehen als junge Frauen, nach wie vor erhalten. Damit stellt sich die Frage, welche verschiedenen Einflussfaktoren sich auf die Dauer des Verbleibs im Elternhaus auswirken.

Antworten hierzu liefert der Beitrag auf der Grundlage von Daten des Mikrozensus. Er untersucht zudem, in welchen Lebensformen die jungen Männer und Frauen leben, nachdem sie das Elternhaus verlassen haben. Die Analysen belegen, dass vor allem die Aufnahme einer Berufsausbildung beziehungsweise eines Studiums, der Zusammenzug mit einer Partnerin/einem Partner und die Familiengründung zu den wichtigsten Gründen für den Auszug aus dem Elternhaus zählen.

Zwischen Baby und Büro. Dr. Uta Brehm zu Verhaltensweisen von Frauen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die Erwerbsquote von Frauen ist in den europäischen Ländern im Verlauf der letzten Jahrzehnte überall gestiegen. Damit stehen in der heutigen Zeit viele Mütter vor einem großen Problem: Wie können sie den schwierigen Balanceakt zwischen Baby und Büro am besten bewältigen? Dr. Uta Brehm vom BiB hat sich in ihrer Dissertation des Themas angenommen und darin die Verhaltensweisen bei der Vereinbarkeitsstrategie von Frauen und deren berufliche Auswirkungen untersucht. Betrachteten bisherige Studien oft eher unmittelbare singuläre Zusammenhänge bei der Vereinbarkeitsfrage, so geht sie darüber hinaus und analysiert das Vereinbarkeitsverhalten stärker als einen vielschichtigen Komplex. Dieses Verhalten kann bei jungen und älteren Müttern unterschiedlich sein und es kann langfristige Auswirkungen haben – zum Beispiel auf das berufliche Fortkommen, erläutert sie im Interview. So lautet ein Ergebnis ihrer Forschungsarbeit, dass sich eine Rückkehr in Teilzeit kurz nach der Geburt eines Kindes langfristig deutlich schädlich auf die berufliche Karriere der Frauen auswirkt. Mit Blick auf noch vorhandene Forschungsdefizite betont sie vor allem das altersspezifische Vereinbarkeitsverhalten. Aber auch die Wirkung der Familienpolitik muss weiterhin eng im Blick behalten werden.

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