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Müttererwerbstätigkeit in Industrieländern – Konvergenz oder Divergenz?

Datum 08.02.2018

In den Mitgliedsstaaten der OECD ist sowohl die Frauen- als auch die Müttererwerbstätigkeit seit 2004 um fast fünf Prozentpunkte gestiegen. Gleichzeitig ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf heutzutage in wachsendem Maße ein wichtiges Ziel im Leben junger Frauen. In vielen OECD-Ländern wurden daher in den vergangenen Jahren Maßnahmen diskutiert und umgesetzt, um den gewachsenen Anspruch zu fördern. Dabei unterscheiden sich die Wege zwischen den Ländern. In einem Beitrag für die neue Ausgabe von Bevölkerungsforschung Aktuell wird untersucht, wie sich die Müttererwerbstätigkeit in den OECD-Ländern im letzten Jahrzehnt entwickelt hat.

Die Befunde von Lena Reibstein und Dr. Uta Brehm zeigen, dass eine Antwort auf diese Frage vielschichtig ist. Einerseits konvergieren die betrachteten Länder bei den Erwerbsquoten von Müttern mit drei Kindern auf sehr hohen Niveaus. Andererseits gibt es Divergenzen bei der Gruppe von Müttern mit jüngeren Kindern. Der Grund dafür liegt an einigen Ländern, die an einem Schonraum für Mütter mit Kleinkindern festhalten. Hier erfolgt die Vereinbarung von Familie und Beruf zumeist erst nach dem dritten Lebensjahr.

Insgesamt zeigt die Analyse einzelner Länder, dass politische Unterstützung die Müttererwerbsquote und den -umfang stark beeinflussen kann.

„Es gibt ein wechselseitiges Zusammenspiel von Migration und Fertilität“

Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Migrationsprozess und dem Fertilitätsverhalten? Antworten auf diese Frage gibt Elisabeth Katharina Kraus im Interview mit Bevölkerungsforschung Aktuell über zentrale Ergebnisse ihres Dissertationsthemas. „Die Migration stellt ein einschneidendes Ereignis im Lebensverlauf eines Individuums dar, das sich auf verschiedene Bereiche des Lebens auswirken kann – darunter auch das Fertilitätsverhalten“, konstatiert sie.

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